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Finanzberater des Jahres Top 50

Wir gehören zu den diesjährigen Top50!
Jedes Jahr melden sich über 500 Beraterinnen und Berater aus ganz Deutschland bei dem €uro-Wettbewerb zum „Finanzberater des Jahres“ an und dürfen Ihr Wissen im Bereich Fondsanlagen, Immobilien, Versicherungen, Steuern und Recht unter Beweis stellen.
Auch wir waren zum zweiten Mal mit dabei und konnten nicht nur unter den Top 100 wie letztes Jahr, sondern sogar unter den Top 50 Platzieren.
In diesem Blogbeitrag nenne ich die Gründe für das Erreichen unserer Platzierung.

Der vom €uro Magazin organisierte und von weiteren Finanzhäusern unterstützte Wettbewerb zum Finanzberater des Jahres hat auch im vergangenen Jahr reichlich Andrang gefunden. In Summe nahmen erneut über 500 Finanzberater aller Art daran teil und stellten Ihr Wissen und Können in mehreren Fragenkatalogen, Stehgreiftests und einem virtuellem Live-Fondsdepot unter Beweis.

Was ist der Inhalt des Wettbewerbs?

Über einem Zeitraum von 6 Monaten hinweg bekommen alle Teilnehmer die gleichen Aufgaben zugetragen und müssen diese eigenständig lösen. Die ständige Auswertung alle Tests und Zahlen lässt die Teilnehmer dann ihr Ranking in Zeitverlauf mitverfolgen. Zu den Aufgaben gehören:

  • Wissensteil:
    • 4 Fragenkataloge in jeweils den ersten 4 Monaten mit je ca. 30-40 Fragen zur eigenständigen Beantwortung und Einreichung der Ergebnisse 
    • 3 Stehgreiftests mit Ad-Hoc-Beantwortungspflicht (15 Fragen in 15 Minuten)
  • Depotteil:
    • Erstellung eines virtuellen Fondsportfolios mit live-Daten, welches 5 Monate lang auf Rendite- und Risikokennzahlen geprüft wird.

Im Vergleich zu anderen Wettbewerben dieser Art handelt es sich hierbei durchaus um einen der anspruchsvolleren. Neben dem Schwierigkeitsrad des Wissensteils erklärt der Fakt, dass die Bewertung eines Fondsportfolios 50% des Gesamtergebnisses ausmachen die „geringe“ Anzahl an Teilnehmern. Es handelt sich hierbei also tendenziell um einen deutschlandweiten Wettbewerb unter den Anlage- und Vermögensberatern.

Wissensteil

Beispielfragen mit Lösungen in der Bildbeschreibung

Beispielfrage Derivate:Wertpapiere
Beispielfrage Derivate:Wertpapiere
Beispielfragen Steuern
Beispielfragen Steuern

Genaues Lesen und gewissenhafte Recherche sind unabdingbar, um bei diesen teils grenzwertigen Fragestellungen ein richtiges Urteil zu fällen. Ich darf vorweg nehmen, dass ich im Fragenteil, also dem tiefen fachlichen Wissen weniger gut abgeschlossen habe, als im praktischen Depotteil, wenn auch trotzdem ich im Wissensteil final auf Platz 68 landete.

Depotteil:

Jeder Teilnehmer startet am 01.07. mit dem selben Bestand von 100.000€ : 4 Investmentfonds (Rentenfonds-Aktienfonds) mit je 25.000€.
Ziel ist es dann durch aktives Handeln, ob eine einmalige oder kontinuierlich Umschichtung ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis zu erreichen. Entsprechend fährt jeder der Teilnehmer eine andere Strategie. Auch wenn die einzelnen Fondsportfolios nicht einsehbar sind, so kann man doch die Ertrags- und Risikokennzahlen der Teilnehmer einsehen und deren Strategien erahnen. Hierbei fiel mir besonders auf, dass es einen großen Teil an Teilnehmern gab, die ihr Portfolio sehr defensiv (Fokus anscheinend auf Geldmarkt- und Rentenfonds) aufstellten und einen sicheren Ertrag bei minimalen Schwankungen einzufahren versuchten. Ein anderer Teil von Anlegern hatte durchaus hohe Schwankungsbreiten (Volatilität von +15%) und versuchte höchstwahrscheinlich über branchen- oder sektorbezogene Strategien die Rendite zu maximieren. 
Grundsätzlich galt: Mehr Rendite bringt mehr Punkt & Weniger Risiko bringt ebenfalls mehr Punkte. Die beiden klassischen Investmentziele also.

Meine Strategie lag in der goldenen Mitte. Durch die attraktiven Möglichkeiten auf der festverzinslichen Seite lag mein Fokus auf den Geldmärkten sowie kurzlaufenden Anleihefonds. (Staats- wie Unternehmensanleihen) Da mir bewusst war, dass viele Anleger diesen Bereich bespielen versuchte ich mich durch mögliche Renditetreiber in Form von „Satelliten“ im Ertrag hervorzuheben.
So tat ich das, wovon ich in meiner Beratung versuche grundsätzlich abzuraten. Das Investieren über eigene Prognosen und den Versuch kurzfristige Kursanstiege zu timen.

Performance-Vola-Diagramm
Performance-Vola-Diagramm

Eine anfängliche Beimischung war bspw. der chinesische Aktienmarkt. Aus einem antizyklischen Investitionsgedanken heraus schichtete ich über die ersten mehrere Monate hinweg kleine Prozentsätze in meinen China-Fonds. Mit Verkündung eines umfassenden Konjunkturpaketes im September, was niemand hätte antizipieren können, sprangen die chinesischen Indizes um knapp 40% nach oben. Wissend, dass es bei solchen politischen Bewegungen i.d.R. einen Bebound gibt, schloss ich die gesamte Position mit gut 35% Wertsteigerung. 

Eine weitere Annahme, welche ich machte war der Wahlsieg Trumps. Im Falle einer Wiederwahl hätten einzelne Aussagen von Donald Trump großes Bewegungspotenzial an den Aktienmärkten gehabt – hier blieb ich weltneutral. Da Trump sich jedoch wiederkehrend positiv zu Kryptowährungen geäußert hat, setzte ich im Oktober auch hier in mehreren Tranchen kleine Prozentsätze in einen Krypotfonds um und ging von deutlichen Sprüngen im Falle eines Sieges aus. Im Falle einer Niederlage hätte das hingegen die Krypto-Community wenig interessiert. Hier also eine gute Konvexität. Innerhalb weniger Tage nach dem Sieg von Trump gewann der Fonds über 50% an Wertzuwachs. Auch hier schloss ich 80% meiner Position.

Ich habe mein Gesamtergebnis im Nachhinein um diese signifikanten Zuwächse in den wenigen speziellen Bereichen bereinigt und wäre trotzdem gut unter den Top50 im Depotteil gewesen. Durch mehrere korrekten Annahmen hingegen konnte ich die zweite Hälfte des Wettbewerbs dauerhaft unter den Top10 im Depotteil bleiben. Kurzzeitig auf Platz 2 und final auf Platz 8.

Depotbewertung und Gesamtranking

Die Summe aus dem Wissensteil und dem Depotteil bescherte mir mit großer Freude die Gesamtplatzierung 31 Platz.
Aus meiner Sicht sind es die mittlerweile 10 Jahre Berufserfahrung sowie das hohe Maß an Spezialisierung auf Investmentfonds welche mir dieses gute Abschneiden möglich machten.
Trotz des Wissens um meine Kompetenzen empfinde ich immer wieder Demut, wenn mir Menschen Ihr Geld anvertrauen. Sicherlich ebenfalls einer der Punkte, der mich derart gewissenhaft im Umgang mit den Kundenvermögen sein lässt.

Ich freue mich bereits jetzt auf den neuen Wettbewerb für den Finanzberater des Jahres 2026.

Allgemeine Information – keine Anlageberatung. Die Inhalte geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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