Fondssparplan: Königsweg zum Vermögensaufbau

Aquarellbild eines Sparschweines
KI-generiert mit DALL-E
Ein Fondssparplan gilt als eine der zugänglichsten und effektivsten Methoden, um langfristig Vermögen aufzubauen. Investmentfonds haben zudem die Eigenschaft, die renditestärkste Anlageform zu sein. In diesem Artikel erläutern wir, wie Sie durch regelmäßige Investitionen in Fonds nicht nur Ihr Geld vermehren, sondern auch ein diversifiziertes Portfolio aufbauen können, das gegen Marktschwankungen resilient ist. Erfahren Sie, warum ein Fondssparplan der ideale Weg für Ihren finanziellen Erfolg ist.

Auf der Suche nach der „besten“ Form einer Geldanlage werden Anlegern regelrecht mit Informationen und Verkaufsargumenten überflutet.
Zu allererst sollten sich Anleger des Ziels hinter Ihrem Investitions- oder Sparvorhaben bewusst werden. Entsprechend dieses Ziels ergeben sich deutliche Abweichungen der einzelnen Instrumente voneinander.
I.d.R lassen sich jedoch einige wenige Filter für die Auswahl eines Anlageproduktes quantifizieren, mit dem Ergebnis, dass es bei einem Großteil der Anlageziele auf ein einziges Vehicle hinausläuft: Die Investition in Offene Investmentvermögen, welche eine direkte Beteiligung am Kapital und Geldmarkt gewähren.

Filter 1: Die Produktklasse: Hier kann in die klassischen Instrumente wie Bankprodukte (Banksparplan, Sparbuch), Versicherungsprodukte (Riester, private Altersvorsorge), Bausparverträgen oder Investmentfonds unterschieden werden. Maßgeblich ist an dieser Stelle, wie viel des investierten Geldes tatsächlich in der „verzinslichen Anlage“ ankommt und wieviel sich welcher „Produktanbieter“ abgreift. I.d.R. sind die Kosten bei Versicherer, Bank oder Bausparkassen höhen als bei kapitalmarktorientierten Investmentprodukten, da hier der gesamte Apparat mitfinanziert werden muss. In Ausnahmefällen können steuerliche Vorteile, welche in der Natur einiger Versicherungsprodukte liegen, etwaige Mehrkosten kompensieren. 
Die kostenminimierende Lösung sollte bei der Wahl nach dem Instrumente jedoch an erster Stelle stehen. Dies sind in der Regel Investmentdepots mit kostenschlanken Investmentfonds zur direkten Anlage in den Kapitalmarkt.
Filter 2: Die Assetklasse: Typische Anlageklassen sind u.A. Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder Kryptowährungen. Da jeder Klasse eine Haltedauer entsprechend ihrer Schwankungsbreite zugeschrieben werden kann, entscheidet an dieser Stelle das zeitliche Anlageziel über die Wahl des geeigneten Produktes. Unserer Erfahrung nach zeichnen sich die meisten Anlageziele jedoch durch ihre Langfristigkeit aus. Anlagezeiträume von >10 Jahren sowie das Ziel der Altersvorsorge sind hierbei die Regel und erlauben dem Anleger kurzfristige Schwankungen zu missachten.

Die entscheidende Determinante nach der „besten“ Anlageform ist zumeist die historische erwartete durchschnittliche langfristige Rendite.
Untersuchungen zeigen, dass auf lange Sicht die Klasse der Aktien die höchsten Renditen verspricht. Dementsprechend ist jedoch das Risiko in der kurzen Frist. Durch Diversifikation lassen sich sämtliche unsystematischen Risiken (Unternehmensspezifisches Risiko) wie bspw. Insolvenzrisiko eliminieren und auf das systematische Risiko (Marktrisiko) minimieren.
Die Dimensionen von Risiken bei der Geldanlage haben wir in einem weiteren Artikel beschrieben: Mehr hierzu
Die unten stehende Grafik zeigt einen Vergleich der realen (inflationsbereinigten Renditen) dominierender Anlageklassen.

Chart_stocks in long run
Anlageklassen im Vergleich

Sobald das „Instrument für die Geldanlage“ gefunden ist, ist es in zweiter Instanz unabdingbar sich mit gewissen Spielregeln auseinanderzusetzen. Quasi einer festgelegten Strategie, von welcher nur in Ausnahmefällen abgewichen werden darf.
Der Grund hierfür liegt in der Psychologie des Anlegers. Die meisten Anleger sind es nicht gewohnt, dass ihr Geld im Wert schwankt. Bei einem Aktienprodukt ist dies jedoch das normalste der Welt, da der Anleger quasi ein Miteigentümer von Unternehmen (AGs) ist, welche logischerweise auch mal „harte Jahre“ haben können.
Würde jede Firma an der Schnur gezogen mit konstant 5% Rate wachsen, wäre jeder Mensch ein Unternehmer.
Und genauso wie ein Unternehmer einen Jahresplan schreibt und diesen bis zum Ende verfolgt, statt ihn im Q2 wegen eines entgangenen Auftrages zu verwerfen, müssen auch Privatanleger eine Strategie aufsetzen und diese konstant verfolgen.
Determinanten einer Strategie könnten sein: Wie oft im Jahr investiere ich? Wie viele Fonds nutze ich? Bei welchen Kurswerten zahle ich ein? Wie viel Zeit möchte ich dem Thema widmen (Lernkurve)? Wie lang möchte ich einzahlen? Habe ich Ansprüche an Nachhaltigkeit? Wie lang soll das Kapital ruhen? Möchte ich in spezielle Branchen oder Länder investieren? Etz. etz.

All dies sind höchst individuelle Fragen, welche jeder Anleger für sich durchdenken muss. Oft ist jedoch der einfachste Weg der beste: Man suche sich ein – zwei Hand voll geeigneter Investmentfonds und investiert jeden Monat einen Betrag X. Dies über viele Jahre.(30-40 Jahre vorgesehene Haltedauer (Altersvorsorge) sind für junge Menschen keine Seltenheit) Auch Fonds für verschiedene Anlageziele lassen sich als großes Ganzes auch zusammen denken. 

Gründe für einen Fondssparplan:

  • Rendite: Forschungen zeigen, dass Aktienfonds im Vergleich zu anderen Anlageklassen über einen langfristigen Zeitraum (>15 Jahre) die höchsten Renditen erzielen.
  • Liquidität: Investmentfonds haben idR eine tägliche Preisfeststellung. Demzufolge können sie täglich gehandelt werden, was den Zugriff auf das Geld binnen weniger Bankarbeitstage sicherstellt.
  • Sicherheit 1: Investmentfonds sind „Sondervermögen“. Sondervermögen liegen außerhalb jeder Bank- und Emittentenbilanz und haben somit vollsten Insolvenzschutz.
  • Sicherheit 2: Historisch betrachtet haben Investmentfonds ab einer Haltedauer von ca. 12 Jahren kein Negativergebnis.(Einmalanlage) Bei monatlicher Anlage bereits nach deutlich weniger Jahren.
  • Investmentfonds haben aufgrund Ihrer breiten Diversifikation kein Totalverlustrisiko, wie bspw. eine einzelne Aktie (Wirecard). 
  • Beim Fondssparen führt der Cost-Average-Effect zum systematischen Erfolg.

Fazit:

Was für uns als Berater in Anlagebereich so selbstverständlich ist wie das Amen in der Kirche, wollen wir den Menschen noch besser und deutlicher übermitteln. Innerhalb der Finanzbranche ist die Überlegenheit eines guten Fondssparplans (in 9/10 Fällen) bekanntes Wissen. Nicht umsonst setzen die Skandinavier auf eine Aktienrente und auch in Deutschland wird von Lindner in diese Richtung gebaut. Unser Auffassung nach sollte sich jeder Mensch in Eigenverantwortung seinen Teil von den Gewinnen des Produktivkapitals der Welt nehmen. Denn die Gewinne der AGs dieser Welt entstehen ausschließlich durch die Existenz eines jeden Einzelnen. Dass sich nahezu jeder Mensch an jeder großen Firma dieser Welt beteiligen kann (mit allen Gewinnen und Verlusten) ist eine der fairsten und sozialsten Entwicklungen der Menschheit.

Artikel teilen:

Nichts verpassen!

Erhalten Sie regelmäßige News zu heißen Themen der Finanzwelt. Verständlich erklärt und mit garantiertem Mehrwert für Ihre Vermögens-Bildung!

Für Sie interessant

Bild einer Mindmap zum Thema Risiko

Risikoebenen Wertpapieranlagen

Anlagen in Wertpapiere sind untrennbar mit Risiken verbunden. Von Marktvolatilitäten über wirtschaftliche und politische Veränderungen bis hin zu psychologischen Faktoren – die Bandbreite ist enorm. Doch in einer Welt, in der die Märkte immer komplexer und vernetzter werden, stellt sich die Frage, welche dieser Risiken wirklich signifikant sind und welche möglicherweise überbewertet werden. Dieser Artikel bietet einen tieferen Einblick in die verschiedenen Risikoebenen bei Wertpapieranlagen und versucht, eine differenzierte Betrachtung der tatsächlichen Bedeutung dieser Risiken zu geben.

Weiterlesen

Serviceentgelt – Vergütungsmodell der Zukunft?

Das Serviceentgelt-Modell ist nicht nur eine logische Konsequenz aus einem möglichen Provisionverbot, sondern vor allem ein Schritt in eine transparentere Vergütung von Anlageberatern. Es verspricht eine transparente, leistungsorientierte Bezahlung, die sowohl für Berater als auch für Kunden erhebliche Vorteile bietet. Mit dem Wandel der Finanzberatung hin zu mehr Kundenorientierung gewinnt dieses Modell an Bedeutung.

Weiterlesen

Greenwashing bei Investmentfonds

In der heutigen Zeit ist die Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen in allen Wirtschaftsbereichen. Die Europäische Union hat spezifische Schritte unternommen, um die Praxis des Greenwashings bei Finanzprodukten, insbesondere Fonds und börsengehandelten Fonds, zu bekämpfen. Diese Maßnahmen sollen die Transparenz erhöhen und sicherstellen, dass die Investitionen tatsächlich umweltfreundliche Praktiken fördern.

Weiterlesen